Geschichte
Empfänge

 


Tom Reimer, Öl 1970. Abb. mit freundlicher Genehmigung der Kunstsammlung HaSpaDie Wurzeln der Pfarrkirche zu Eppendorf sind urkundlich erstmals für das Jahr 1267 belegt. Doch ist die Kirche sicher wesentlich älter. Vermutlich wurde sie bereits um 840 von Ebbo oder Eppo, Erzbischof von Reims, gegründet. Als eine der ältesten nordelbischen Gemeinden verfügte St. Johannis ursprünglich über einen umfangreichen Pfarrbezirk, der sich vom Dammtor und Schulterblatt über 14 km nach Norden bis Ochsenzoll erstreckte. Nachdem 1768 die sechs holsteinischen Dörfer Schnelsen, Niendorf, Lokstedt, Eidelstedt, Stellingen und Hummelsbüttel abgetrennt worden waren, wurde das Kirchspiel seit dem Ausgang des 19. Jahrhunderts weiter aufgeteilt. Die stark zunehmende Besiedlung machte die Gründung immer neuer Gemeinden erforderlich, an deren Aufbau sich St. Johannis-Eppendorf aktiv beteiligte.

Bewegte Geschichte:  Anno 1530, als der aus Wilster vertriebene Pastor Sina nach Eppendorf kam, wurde St. Johannis lutherisch. In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges plünderten die kaiserlichen Truppen unter Tilly die Kirche. Kriegerische Auseinandersetzungen betrafen das Gebäude erneut 1645, als schwedische Soldaten, und 1659, als polnische Verbände nach Eppendorf kamen. 1762 kampierten dänische Truppen in der Kirche. 1814 wurden Hunderte von Kranken im Gotteshaus einquartiert, als der sogenannte Pesthof am Millerntor zerstört war.

Kirchenführer: Den historischen Architekturführer, der mit Sachkunde und Detailkenntnis Ihren Rundgang durch das Gebäude bereichern kann, können Sie hier > als Druckdatei (PDF, 105 kb) herunterladen.